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Mit Predigt zum Nachhören –

1.Weihnachtsfeiertag

Pfarrer Simon konnte mit 10 Messdienern und einer akzeptablen Anzahl von Gläubigen den ersten Weihnachtsfeiertag in Obernburg zelebrieren.
In seiner Predigt stellte er darauf ab, dass Weihnachten eine Oase im Stress der Weihnachtszeit sei, ein kurzes Erlebnis einer heilen Welt. Jugendliche blieben zuhause, man sende Grüße an Menschen, die man sonst nie sehe, aber dieser Weihnachtsfriede sei begrenzt. Die weihnachtliche Wirklichkeit sei nicht harmonisch. Weder zu Jesu Zeit, noch heute. Gott sei uns nahe, weil er durch das Leid der Welt hindurchgegangen sei. Er gebe die Antwort auf unsere Probleme, nämlich sein Jawort zur Menschheit, verkörpert in seinem Sohn, Jesus. Das „Ja“ Gottes zu uns helfe uns, andere Menschen mit ihren Fehlern und Schwächen zu akzeptieren. Daher sei Pfarrer Simons Weihnachtswunsch an uns: „Nehmt Gottes Wort an und bezeugt es in Taten der Liebe!“.

Wir haben uns sehr gefreut, dass Pfarrer Simon den ersten Weihnachtsfeiertag mit uns gefeiert hat!

2. Weihnachtsfeiertag

Wie üblich brechend voll war die Kirche am 2. Weihnachtsfeiertag, als Pater Karl Kern SJ mit 16 Minis zu den Klängen des Musikvereins in die festlich geschmückte Kirche einzog ( festlich geschmückt war sie natürlich schon seit Heiligabend, aber es schadet nichts, das mal wieder zu betonen). Er begrüßte alle herzlich und freute sich, mal wieder in Obernburg zu zelebrieren (danke, wir freuen uns auch, wie der Applaus am Ende deutlich gezeigt hat).

Pater Kern erläuterte, dass Stephanus der „Bekränzte“ heiße, der, der den Kranz des Lebens erhalten habe. In seiner Predigt ging er auf die Lesung ein. Was solle das heißen, dass Stephanus Gott gesehen haben wollte? Gott ist für uns Sterbliche nicht sichtbar. Hat Stephanus sich etwas vorgemacht? Ist das eine Illusion, die seit bald 2000 Jahren an Weihnachten verlesen wird?

Vor kurzem habe es an der Uni München einen Kongress zu Nahtoderfahrungen gegeben. Die – wissenschaftlich belegte – Quintessenz sei gewesen, dass Menschen, die dem Tod sehr nahe seien, noch einmal ihr Leben sehr gerafft vor sich sehen. Menschen an der Schwelle des Todes könnten Erfahrungen sammeln, die sie ihr Leben lang begleiten und prägen, wie zB Dostojewski, der bereits vor seinem Hinrichtungskommando gestanden habe, als der Zar ihn begnadete. Stephanus war ein Auslandsjude, im Vergleich zu den orthodoxen Juden liberal und der festen Überzeugung, dass Jesus die Vollendung der jüdischen Tradition gewesen sei. Dafür sei er in den Tod gegangen. Die in der Lesung geschilderte Erleuchtung sei ihm nicht einfach so gekommen. Dafür müsse man offen sein. Entscheidend sei, dass wir Menschen spürten, dass hier ein anderer handele, dass uns eine Kraft zufließe, die nicht von uns stamme. Eine solche Vision setze voraus, religiöses Leben zu pflegen, aber mehr noch, offen zu sein für das Handeln Gottes an uns.

Danach wandte er sich noch eigens an die anwesenden Kinder und versuchte, die Predigt kindgerecht zusammenzufassen: „Kinder, ihr werdet in eurem Leben nur glücklich, wenn ihr euch für etwas mit ganzem Herzen einsetzen könnt. Wer sich einsetzt, der setzt sich aber auch aus. (…). Aber wer sich einsetzt, dem steht der Himmel offen“.

 Kyrie und Fürbitten wurden von Jugendlichen gesprochen. Nach dem Gottesdienst segneten Diakon Seibert und Pater Karl Kern SJ noch die Kinder einzeln. (das geht sogar, wenn das Kind auf dem Arm des Vaters eingeschlafen ist

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