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Zur 2. SINN:voll – Familienmesse im Advent konnte Pfarvikar Mariusz Kowalski noch mehr Gläubige begrüßen als in der Vorwoche – und das trotz der gleichzeitigen Veranstaltung „Obernburg im Lichterglanz“ in der Altstadt. Am 4. Dezember jährte sich der Todestag von Adolph Kolping zum 150. Mal. Anlässlich dieses Gedenktages wurde der Pfarrvikar beim großen Einzug und am Altar begleitet von der Kolpingfahne, getragen von Franz Fischer.

Pfarrvikar Kowalski stand zu Beginn der Messe zunächst 2 Minuten schweigend am Mikro – Thema der Messe war schließlich „Hören“. Dieses Motiv zog sich durch die Messe; auch nach dem Predigtgespräch forderte er alle auf, 50 Sekunden einfach still zu sein, die Augen zu schließen und zu lauschen. Hören wir Johannes den Täufer? Hören wir Gottes Stimme in uns?

Erst einmal aber fragte der Pfarrvikar die anwesenden Kinder, ob sich noch alle daran erinnern, weshalb sie in der letzten Woche mindestens eine gute Tat hätten vollbringen sollen. Die Kinder wussten es noch sehr gut: Damit das Christkind auf reichlich Stroh weich liege. Daher zogen alle Kinder und Erwachsenen, die sich an eine gute Tat erinnern konnten, zunächst mit dem Pfarrvikar nach hinten zu dem Strohballen, um einen Strohhalm zu holen und in die Krippe zu legen. Erfreut stellte Kowalski anschließend fest, dass das Christkind nun schon deutlich weicher liegen könne als letzte Woche.

Nachdem ein Kind die zweite Adventskerze angezündet hatte, folgte das Kyrie. Angelika Hennrich erläuterte anschließend das Evangelium (Lk 3, 1-6)  für die Kinder.
Zu Beginn der Predigt kniete Amelie Noß vor dem Altar nieder, um ein Vaterunser zu sprechen. Daraus entwickelte sich ein Zwiegespräch mit Gott (gespielt von Michael Volmer aus dem Off). Anschließend sammelte Pfarrvikar Kowalski die Kinder um sich und entwickelte mit ihnen Gedanken über das Hören. Sie hatten gut verstanden, dass Amelie mit Gott gesprochen hatte und konnten auch feststellen, dass üblicherweise Gott nicht in dieser Form antworte. Der Pfarrvikar fragte sie, worüber sie in der Familie und in der Schule sprächen („räum Dein Zimmer auf!“ „schreibt die Hausaufgaben von der Tafel ab“) und ob sie auf ihre Eltern und Lehrer hörten („manchmal“ – „in der Schule mehr als zuhause“ ). Er arbeitete mit ihnen heraus, dass und wie sie auf Gott hören sollten – vor allem in der Stille und im Herzen.

Kinder verlasen auch die Fürbitten und beendeten sie mit einem Schlag an eine Klangschale.

Nach der Kommunion, während der die Kinder um den Altar herum standen und aufgefordert wurden, sich nach der Wandlung zu verneigen, verlas Bettina Seipel einen kurzen Gedankenanstoß zum Thema „Ohren“. „Ohren sind immer offen. Sie können sich nicht von selbst schließen. Das Ohr nimmt nur das Unsichtbare auf: (..,) nichts „Materielles“. So steht das Ohr für jenen Sinn, über den Gott seine Botschaft an uns Menschen heranbringt. Denn Gott ist unsichtbar. Und doch kann unser Herz ihn hören, wenn wir unsere Herzensohren öffnen.“

 Zur Erinnerung an diese Messe wurde eine Glocke an den Adventskranz gehängt und an den Ausgängen verteilten Messdiener Glöckchen mit verschiedenen Sprüchen an die Gottesdienstbesucher.

Die musikalische Gestaltung lag in den bewährten Händen des Jugendchors Kantilene unter Leitung von Erwine Knecht mit den Solisten Johannes Bruhm, Robert Sattler und Luise Volmer. Sie ernteten verdient langen Applaus.

Die Messdiener schenkten zum Abschluss im Hinblick auf den heutigen Nikolausabend Herrn Pfarrvikar Kowalski einen echten Schoko-Nikolaus – ausdrücklich keinen Weihnachtsmann (von Schocolat GmbH – richtig lecker !).

Wir danken allen, die zum Gelingen der Messe beigetragen haben und freuen uns schon auf nächsten Samstag!

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