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Herzliche Einladung! –

Anlass zum Feiern

Am 4.6.1966 weihte Bischof Stangl die neu gebaute Kirche St. Peter und Paul in Obernburg. Vor 50 Jahren! Daher beginnen am Samstag, 4.6.16 die Feierlichkeiten zum 50. Weihetag unserer Kirche mit einem Hochamt, das Domdekan Prälat Putz zelebrieren wird. Die musikalische Gestaltung liegt in den Händen eines großen Chors, der sich zusammensetzt aus dem Gesangsverein Obernburg und der Sängervereinigung Mömlingen.

Der Gottesdienst wird einige ungewöhnliche Elemente enthalten – lassen Sie sich überraschen!

Anschließend feiern wir im Pia Fidelis. Die Pfarrei lädt ein: Leberkäse, Fingerfood (süß und pikant) und Getränke warten ebenso auf Sie wie gute Gespräche mit dem einen oder anderen, den Sie schon lange nicht mehr getroffen haben.

Wenn Sie nun fragen: zu einem Geburtstag bringe ich ein Geschenk mit – was mache ich hier? – so ist die Antwort: Sie kommen und feiern mit, Sie sind es, der/die diese Kirche lebendig hält – und noch ein Hinweis : die Kollekte während des Hochamts ist für das Pia Fidelis bestimmt. Vielen Dank!

Damals

Die Feier bietet Anlass, einmal auf "damals" zurückzublicken und dabei auch über den Tellerrand zu schauen:

Insgesamt war die Bevölkerungszahl Obernburgs seit dem 2. Weltkrieg gestiegen, nicht zuletzt aufgrund der Vertreibungen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten. 1939 hatte der Altlandkreis Obernburg 36.170 Einwohner, 1960 lebten dort rund 55.000 Menschen, davon etwa 10.000 Vertriebene. In Obernburg selbst wohnten 1939 2.398 Personen, 1965 schon 3836 Menschen. Es gab Arbeitsplätze  (allein die Glanzstoffwerke boten Beschäftigung im hiesigen Standort für 7000 Arbeitnehmer in der Mitte der 70er Jahre – Daten für 1966 lagen mir nicht vor), der Bevölkerung ging es gut, die Arbeitslosenquote in Westdeutschland im Jahr 1966 betrug 0,7%.

1970 waren 3625 Obernburger der katholischen Kirche zugehörig und man dachte, die Entwicklung der Bevölkerung und damit auch die der Katholiken ginge so weiter (1997 waren es 4156, heute sind es 3189); deswegen baute man eine große, großzügige Kirche mit genug Platz. Tja …

1966 war seit fast 10 Jahren Josef Stangl Bischof von Würzburg, Papst war seit 1963 Paul VI. Das 2. Vatikanum hatte am 8.12.1965 förmlich geendet; wenngleich sich nicht alle mit den dadurch verursachten Neuerungen anfreunden mochten (und mögen), brachte es doch eine Aufbruchstimmung mit sich, die damals noch sehr lebendig war.

Überflüssiges Wissen

Was ist sonst noch von 1966 zu berichten?

Altbundeskanzler Konrad Adenauer feierte seinen 90. Geburtstag.
Leonid Breshnew wurde im April Generalsekretär des Zentralkomitees der KPdSU.
Am 30.7. fiel das „Wembley-Tor“ und verhalf England zur Fußballweltmeisterschaft; zum „Fußballer des Jahres“ in Deutschland wurde Franz Beckenbauer gekürt.
8 Oscars erhielt „My Fair Lady“ mit Audrey Hepburn und Rey Harrison.
Die letzte Tournee der „Beatles“ führte durch die Vereinigten Staaten; zuvor hatte für Proteste gesorgt, dass John Lennon die Beatles als „populärer als Jesus Christus“ bezeichnete.
Der Vietnamkrieg tobte und es mehrten sich kritische Stimmen dagegen.
Die Schuljahre sollten deutschlandweit vereinheitlicht werden, weswegen es in den meisten Ländern 2 Kurzschuljahre gab; damit wurde der Beginn des Schuljahres – wie schon zuvor in Bayern üblich - von April auf August verlegt.
Im Dezember gab es unter Kurt Georg Kiesinger die erste große Koalition in der Bundesrepublik.

Und die häufigsten Namen waren – Peter und Paul? Nein, Sabine und Thomas.

Deswegen gibt es zwar sehr viele Sabinen, die heuer ihren 50. Geburtstag feiern, aber eben auch die Feier zum 50. Jahrestag der Einweihung unserer Pfarrkirche. Feiern Sie mit uns!

 

Quellen:

http://www.verwaltungsgeschichte.de/obernburg.html, Bayr. Stat. Landesamt, Wikipedia, Pfarreiarchiv, HVV Obernburg

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