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Musikalische Schatzkiste beim Adventskonzert geöffnet –

Ein Konzert mit „Gänsehautgefühl“ bereiteten die Musik treibenden Vereine von Mömlingen ihren Zuhörern beim Adventskonzert in der Corpus-Domini-Kirche. „Beim Erstellen des Programmentwurfs ist mir mal wieder bewusst geworden, welch eine reichhaltige musikalische Fülle wir hier in Mömlingen haben“. Diese Aussage von Markus Heinrich, der für die Gesamtleitung des Konzertes verantwortlich war, konnte man an diesem Abend nur bestätigen.

Das Thema „In der Finsternis leuchtet uns auf ein Licht“ griff Pfarrgemeinderatsvorsitzender Werner Schmitt in seiner Begrüßung auf. Dunkelheit sei mit Krieg, Terror und Vertreibung leider schreckliche Realität und Aktualität. Denken wir aber auch an das Dunkel in uns selbst, das oft Beziehungen zerstört. „Im Wesen der Musik liegt es Freude zu machen“, zitierte er den griechischen Philosophen Aristoteles. Die Mitwirkenden des Konzerts verstanden es nicht nur, dieses Wort umzusetzen, sondern begeisterten durch ihre Vielfalt und abwechslungsreichen Beiträge die zahlreichen Zuhörer, sie machten eine wahrhaft „musikalische Schatzkiste“ auf.

Der gemischte Chor der Sängervereinigung mit ihrem Chorleiter Markus Heinrich und ihre Jugendchöre „Butterfly“ und „Singkreisel“ unter der Chorleiterin Miriam Otter  betraten gemeinsam mit Lichtern den Altarraum und gaben das Thema vor: „In der Dunkelheit leuchtet auf ein Licht“. Die Jugendchöre machten mit ihren Liedtexten Hoffnung:  „Lasst das Lied der Liebe weiterklingen – Wir wollen Frieden auf dieser Erde“. Dass Jugendliche und Kinder auch für geistliche Gesänge zu begeistern sind, zeigten sie mit ihren Beiträgen „Kyrie“ und „Shine, Jesus, shine“. Die Beiträge wurden mit dem Keyboard und teilweise mit rhythmischer Begleitung von Christian Otter und Julian Görl unterstützt. Wenn auch die Altarstufen für 3 Gruppen fast zu klein waren und es fast Probleme gab, alle Sängerinnen und Sänger „im Blick zu haben“, war es toll, was die 3 Chöre im zweiten Teil mit „Mitten in der Nacht“ und „Season of peace“ geboten haben. Es stärkt auch die Hoffnung, dass es um die Zukunft der Sängervereinigung gut bestellt ist.

Die Alphornbläser brachten unter der Leitung von Ralf Berninger mit ihren wohltuenden Klängen  einen gewissen Kontrast in die Kirche. Ihre Beiträge mit „Adventszeit“,„Abendfrieden“ und „Weihnachtsglocken“ entführten die Zuhörer in eine alpenländische Landschaft. Der Musikverein Mümlingtal unter der „Stabführung“ von Willem van Kooi füllte den Kirchenraum sicher und gekonnt mit ausgewogenen Klängen. Auch hier erfreulicherweise viele junge Gesichter in den Reihen. Bei „Minuet from Berenice“, „Irish Tune from County Derry“, „Song oft he seashore“ und „Morricones Melody“ führte van Koi  bravourös den Dirigentenstab und seine Musiker zu Höchstleistungen.

Zarte, fast „hingehauchte“ Zupftöne entlockten die Kinder und Jugendlichen des Zupforchesters unter der Leitung von Sabine Geis ihren Instrumenten bei ihren Beiträgen „Drei Nüsse für Aschenbrödel“, „November“ und dem „Andachtsmenuett aus Isartaler Messe“. Die präzisen Einsätze, durch zarte Handbewegungen oder auch nur durch Blickkontakt der Dirigentin, löste bei vielen Zuhörern ein Gänsehautgefühl im positiven Sinne aus, einfach „Genuss pur“.

Aber auch die Solisten fügten sich gut in das harmonische Gesamtbild ein: die in Mömlingen wohnende Schlagersängerin Gitti Götz brachte im ersten Teil mit den Liedern „Freue Dich“ und „Weißer Winterwald“ zwei eher weltliche Lieder zu Gehör, die Lieder im zweiten Teil  „Du bist das Licht“ und „Ave Maria“ waren religiöser Natur. Sie verstand es, trotz ihrer Professionalität und Souveränität, sich in die Reihe der anderen musikalischen Gruppen einzufügen. Sie zeigte damit, dass sie nicht nur auf großen Bühnen, sondern auch in der Mömlinger Kirche zuhause sein kann. Organist Markus Heinrich an der Orgel und Elmar Gassner mit dem Saxophon verstanden es, mit dem Stück „Meditatio“ zarte Töne zu verschmelzen und gingen eine Art Symbiose ein, wo einer vom anderen profitierte.

In seiner Meditation ging Pastoralreferent Benjamin Riebel ebenfalls auf das Motto des Adventskonzertes ein und fragte die Zuhörer, welche Erinnerungen und Gedanken es bei ihnen auslöse. Das Licht habe positive Assoziationen. Besonders bei einem, der verirrt sei und plötzlich ein Licht wahrnehme. „Licht ist die stärkste Macht“, stellte er fest. Er verwies auf das Wort im Johannes-Evangelium: „Und das Licht leuchtet in der Finsternis, aber die Finsternis hat es nicht erfasst.“ Es weise auf das Kommen Jesu hin.

Werner Schmitt dankte am Ende des Konzerts allen Mitwirkenden im Namen der Pfarrei. „Musik kann ich mit dem Verstand nicht erfassen. Es ist ein Gefühl und ist bei jedem unterschiedlich: vom Gefühl des Getragen sein, von Verbundenheit, von Trauer oder Freude.“ Er dankte den Gruppen und ihren Dirigenten, besonders Markus Heinrich für die Programmgestaltung und die Gesamtleitung des Konzerts, Herrn Götz-Emmerling für die Bereitstellung der Technik, aber auch dem „phantastischen“ Publikum, das die mitwirkenden Gruppen und Vereine am Ende des Konzerts mit langanhaltendem Beifall bedachte. Mit dem gemeinsamen Schlusslied „Tauet Himmel den Gerechten“ endete ein außergewöhnliches Konzert. Anschließend konnte man bei heißen Getränken noch Gedanken austauschen und Kontakte pflegen.

zu den Bildern

Hier zwei musikalische Kostproben, aufgenommen von Julius Stegmann:

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