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"Bereitet dem Herrn den Weg" –

Unter dem Klang der Alphornbläser mit dem „Choral von Luzern“ zogen die Kinder vom Schulchor der Hans-Memling-Schule mit Lichtern in die dunkle Kirche ein und trugen unter ihrer Leiterin Frau Hoffmann beherzt das passende Lied vor: „Eine Kerze leuchtet weit, freut euch auf die Weihnachtszeit.“ Dabei setzten sie engagiert ihre musikalischen Klangelemente mit ein. Beim zweiten Lied „Wenn der Weihnachtsmann Geschenke packt“ gaben sie mit Gesten und Körperbewegungen ihrer Freude Ausdruck.

„Bereitet dem Herrn den Weg“ – dieses Thema griff Pastoralreferent Benjamin Riebel  in seiner Begrüßung auf. „Dieses Thema klingt gut und dazu lässt sich leicht ein Motiv für das Plakat finden. Aber geht denn das überhaupt und wie geht denn das? Ich glaube, dass uns da die Musik des Advents hilft. In ihr schwingt unsere Sehnsucht und der Wunsch nach Heil, nach Heilung mit.“ So lud er ein, nicht nur mit den Ohren auf die Vorträge zu hören, sondern auch in sich hinein zu horchen, wo denn etwas der Heilung bedarf.

Beim gemeinsamen Lied „Kündet allen in der Not“ konnten die Konzertbesucher nach Herzenslust mitsingen um danach eine kreative, variantenreiche und einschmeichelnde Fassung von „Macht hoch die Tür“ zu genießen, die von Erwine Knecht an der Orgel, Heribert Ball mit der Trompete und Elmar Gassner mit dem Saxophon gemeinsam zu Gehör gebracht wurde.

Mit den beiden Liedern der Kantoren „Machet die Tore weit, dass der König der Ehren einziehen kann“ und „In das Warten dieser Welt“ kam die Sehnsucht auf die Ankunft des Messias deutlich zum Ausdruck. Die Kantoren sangen unter dem Dirigat von Erwine Knecht, die auch am E-Piano begleitete, gewohnt sicher und harmonisch.

Bei den Vorträgen des Musikverein „Mümlingtal“  unter der Leitung von Willem van Koi mit „Tod in Venedig“ und „The last spring“ konnte man sich einfach zurücklehnen und genussvoll dem Klang der vielfältigen Instrumente lauschen.

Nach dem gemeinsamen Lied „O Heiland, reiß die Himmel auf“ gab PR Riebel nochmals einige Impulse. Früher sei der Advent oft mit dem erhobenen Zeigefinger und mit viel Moral als Bußzeit von der Kanzel verkündet worden, im Sinne von Gott richtet, er (ver)urteilt. Besser sei es zu sagen: da wo du etwas findest, was nicht in Ordnung war, was nicht heil ist, da richtet Gott es wieder. Da spüre ich, wie bedürftig und gleichzeitig wie geliebt ich bin. Das ist das Einfallstor der Gnade. Da kann ich echt singen: „Meins Herzens Tür dir offen ist.“

„Jesus, unser Retter naht. In das Dunkel dieser Welt strahlt ein helles Licht“ und „Bleib bei uns Herr, bei dir sind wir geborgen, führ uns durchs Dunkel, bis der Tag anbricht“. Mit diesen beiden Beiträgen der Kantoren im zweiten Teil des Konzerts wurde der Wunsch nach Licht, nach Sicherheit und Rettung  gut umgesetzt.

Die Musiker und Musikerinnen des Musikverein entlockten ihren Instrumenten sehnsuchtsvolle Töne  mit den Stücken „Song of the Seashore“ und „Canterbury Chorale“ und zeigten sich in brillanter Form. Vortrefflich auch Erwine Knecht an der Orgel mit „Art thou troubled?“

Die Alphornbläser unter der Leitung von Ralf Berninger brachten mit ihrem „Hirtenlied“ nochmals eine heimelige alpenländische Stimmung in die Kirche, bevor Benjamin Riebel die Schlussworte sprach. „Am Ende dieses wunderschönen Konzertes geht es Ihnen vermutlich wie mir: es juckt in den Fingern, man möchte seiner Dankbarkeit Ausdruck verleihen.“ Unter brausendem Applaus dankte er den mitwirkenden Gruppen und Solisten, aber auch allen, die an der Organisation und im Hintergrund mitgewirkt haben. Besonderen Dank sagte er an Erwine Knecht, die kurzfristig an der Orgel, aber auch als Dirigentin der Kantoren eingesprungen war und wünschte allen eine guttuende Zeit der Vorbereitung auf das Weihnachtsfest. Beim gemeinsamen Schlusslied „Macht hoch die Tür“ setzte der Musikverein spontan zusammen mit der Orgel ein. Mit Glühwein und heißem Apfelwein konnten die Besucher anschließend noch die winterliche Atmosphäre auf dem neugestalteten Kirchplatz genießen.

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Und auch noch ein Ohrgenuss:

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