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Ehrenamtliche sind Schätze –

„Ehrenamtliche sind mit ihren Talenten und Fähigkeiten Schätze für die Kirche und die Gemeinde. Manchmal sind sie tief verborgen und - hat man sie entdeckt - besitzt man sie noch lange nicht. Die Hebung ist ebenso wichtig, wie die Entdeckung. Bei Ihnen allen ist dies gelungen“, so Pfarrer Manfred Jarosch bei der Begrüßung zum „Dankeschön-Abend“ der Pfarrei Corpus Domini in Mömlingen.

Rund 30 Gruppen arbeiten in der Pfarrei mit und übernehmen Verantwortung. Sie sind – gemeinsam mit den Hauptamtlichen – als getaufte Christinnen und Christen dazu berufen, gemäß ihren Charismen am Reich Gottes mit zu bauen. Diese „Schätze“ wollen auch gepflegt und in Schuss gehalten werden, damit man sich weiter an ihnen erfreuen kann.

„Es ist schön in einer Pfarrgemeinde mitzuarbeiten, in der Menschen für andere da sind, hilfsbereit sind und auf andere zugehen, in der nicht jeder nur auf sich selbst bedacht ist, sondern mit offenen Augen seine Umgebung wahrnimmt. Es ist schön in einer Pfarrgemeinde mitzuarbeiten, in der Menschen bereit sind, einen Teil ihrer Zeit, ihrer Mühen für die Gemeinschaft, für die Kirche einzusetzen, ohne dabei immer einen persönlichen Vorteil zu sehen. Es ist schön, in einer Pfarrgemeinde mitzuarbeiten, in der die Frohbotschaft des Evangeliums zentral ist, und in der das gemeinsame Feiern lebendiger Gottesdienste der Mittelpunkt ist. Ein Mittelpunkt, der einen froh macht, herausfordert und stärkt. Es ist schön, in einer Pfarrgemeinde mitzuarbeiten, in der Wertschätzung spürbar ist, in der freundschaftlich miteinander umgegangen wird, in der durch viele Kleinigkeiten Wohlwollen ausgedrückt wird und  dadurch etwas vom befreienden Glauben und Geist Jesu  spürbar wird“, so der Geistliche beim Wortgottesdienst am Anfang der Veranstaltung.

Ehrenamtliche sind Sauerstoffzufuhr für die Gemeinde

„Gott baut ein Haus, das lebt, wir selber sind die Steine, sind große und auch kleine, du, ich und jeder Christ“, dieses Lied aus dem neuen Gotteslob war die Einleitung der Dankesworte des Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Werner Schmitt an die rund 100 anwesenden Mitarbeiter. „Nicht die perfekte Gemeinde ist das Wichtigste, sondern dass eine Gemeinde lebt. Gottes Auftrag an uns ist es, sie so umzubauen, dass sich die Menschen beheimatet fühlen. Er baut mit uns und auf uns“, so Schmitt. Vor 10 bis 15 Jahren war es noch leichter möglich, Menschen zu finden, die eine ehrenamtliche Tätigkeit übernahmen oder bereit waren, sich unentgeltlich in das Gemeinwohl einzubringen. Aber während die Mitglieder der Kirche abnehmen, nehmen die kirchlichen Ehrenamtlichen zu. Besonders Dienste in den Bereichen, wo man mit Menschen in Verbindung kommt, werden angenommen, stellte er aus einer soziologischen Untersuchung fest.  So werden die „Ehrenamtlichen“ oft als die Sauerstoffzufuhr für unser Gemeinwesen bezeichnet. „Ihr alle seid Menschen, denen wir unermesslichen Dank schulden, denen wir höchsten Respekt entgegenbringen. Und, was mir besonders wichtig ist, alle Tätigkeiten haben den gleichen Wert, und haben die gleiche Wichtigkeit, sie sind nur andersartig. Ihr alle seid es wert, geehrt zu werden“, so der PGR-Vorsitzende. Aber man wolle heute diejenigen, die lange Jahre ihren Dienst tun, besonders in den Blick nehmen.

Dank für langjährige Dienste

Die Ehrung langjähriger ehrenamtlicher Mitarbeiter hatte sich angestaut, so dass viele Mitarbeiter mit Urkunden für 25, 40 und 50 Jahre treue Dienste bedacht werden konnten. Eine besondere Würdigung, nämlich eine Urkunde des Bischofs und die Ehrennadel der Diözese bekamen Robert Frank (30 Jahre Leiter der Bücherei), Eutymia Giegerich (über 30 Jahre Krankenhausbesuchsdienst und Wäsche-Bügelteam), Ruth Giegerich und Maria Hegmann (für 50 Jahre Kirchenreinigung). Auch an die Organistin Rita Giegerich konnte Pfarrer Jarosch für 40 Jahre Treue die Ehrennadel überreichen.  An Reiner Ball, der nach 30 Jahren als Leiter der Kantoren den Dirigentenstab an Markus Heinrich weiterreicht, übergab er als Dank eine „Schatzkiste“ aus dem Mömlinger Eine-Welt-Laden.

Am Ende des Jubiläumsjahres „50 Jahre Corpus-Domini-Kirche“ stand noch eine Preisverleihung an für die Jahrgangsvertreter, die am Festsonntag die Luftballons für ihren Jahrgang steigen ließen und deren Karten von den Findern zurück gegeben wurden.  Der weitest entfernte Fundort war Eichelsbach, scheinbar waren die Regenwolken doch zu dicht. Je einen Gutschein vom Eine-Welt-Laden konnten Ingo Bernard  (Jahrgang 1968), Felix Lieb (Jahrgang 2006) und Max Bernard (Jahrgang 2004) entgegennehmen.

Bei geselligem Beisammensein konnten sich die kirchlichen Mitarbeiter an Leib und Seele stärken für ihren weiteren Dienst.

Geehrt wurden:

Für Tätigkeiten von 25-30 Jahren: Thorsten Kolbert, Else Nußbauer und Günter Rollmann (Bücherei), Renate Ball, Annemarie Dotzauer, Marianne Giegerich, Arthur Hohm, Siegfried Hohm, Gisela Kerber, Anni Reith, Hildegard Ruß (Kantoren), Werner Schmitt (Kommunionspender und Pfarrgemeinderat), Wally Bickert, Rosemarie Frank, Barbara Gollas, Ida Graner, Emma Lieb, Gertrud Lieb, Rita Marquart, Loni Müller, Helga Ostheimer, Hilde Stegmann, Krimhilde Völker (Kirchenreinigung), Gudrun Ball, Vinzenz Bräutigam, Melitta Fahs, Emmi Frank, Rosemarie Frank, Regina Giegerich, Rita Göhler, Barbara Gollas, Isolde Graner, Emma Hohm, Lothar Klotz, Maria Lieb, Renate Muschik, Else Nußbauer, Anni Reith, Albert Rothermich, Rupert Rothermich, Brigitte Schuck, Blanka Stegmann, Rita Uhlig, Krimhilde Völker, Margarete Wenzel, Anneliese Wolf und Berta Wolf (Kontaktpersonen), Gisela Hegmann, Isolde Vogel (Krankenhausbesuchsdienst), Irmtraud Gründer (Lektorin).

Für 40 Jahre und mehr: Isolde Graner (Kirchenreinigung), Berthold Wolf (Kommunionspender).

Für 50 Jahre: Ruth Giegerich, Maria Hegmann (Kirchenreinigung), Werner Schmitt (Lektor).

Bilder vom Ehrenabend finden Sie in der Bildergalerie.

                                                                                                    Friedel Frank

 

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