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Ihr seid ein Schatz und ein Licht für unsere Gemeinde –

Über 80 der rund 200 ehrenamtlichen Mitarbeiter der Pfarrei waren in den Pfarrsaal gekommen, um sich neu zu motivieren, gegenseitig wahrzunehmen und den Dank der Pfarrei entgegenzunehmen. Pfarrvikar Mariusz Kowalski, der den in Urlaub weilenden Pfarrer Manfred Jarosch vertrat, feierte zu Beginn mit den Mitarbeitern einen Wortgottesdienst, der von Markus Heinrich am Klavier begleitet wurde.

 Beziehungen und Glauben als Motivation für Mitarbeit

Ausgehend vom Evangelium von der Heilung der 2 Blinden von Jericho stellte der Pfarrvikar die Frage in den Raum: „Was wollt ihr“? Für uns Christen gehört es zu unserem Leben, füreinander da zu sein. Er stellte auch sachlich fest: das Ehrenamt hat sich in den letzten Jahren sehr verändert und ist anspruchsvoller geworden und es nicht mehr selbstverständlich, dass übernommene Tätigkeiten über Jahrzehnte hinweg gemacht werden. Er hob auch das Motiv der Freiwilligkeit hervor und stellte die Frage: „Wie sehe ich die Menschen und was hat meine Arbeit mit dem Glauben zu tun“?

Die 2 Blinden im Evangelium sind arm, angewiesen auf ihre Mitmenschen, schutzlos, rechtlos und ihrer Umwelt ausgeliefert. Ihr größter Wunsch ist es, von ihrer Blindheit geheilt zu werden. Sie hoffen, die Begegnung mit Jesus würde ihrem Leben eine Wende geben. Und als Jesus ihr „Sohn Davids, erbarme dich unser“ vernahm, berührte es ihn und er berührte sie.

„Eine schöne Geschichte, wie Gott erfahrbar wird und Gott sich bewegen lässt von den Sorgen der Menschen und wie er eine Chance gibt für ein neues Leben. Jesus zeigt uns damit, was es bedeuten kann, in seinem Namen zu handeln und zu fragen: Was wollt ihr? Wie kann ich euch helfen? Mit eurer Arbeit gebt ihr die Antwort auf diese Frage, nämlich die Menschen in der Gemeinde zu unterstützen, wo es möglich und nötig ist“, so der Pfarrvikar.

„Danken heißt Wertschätzen. Es gibt vieles, wofür heute Abend zu danken ist: Die Bereitschaft, sich auf andere einzulassen, Beziehungen entstehen zu lassen und Verantwortung zu übernehmen. Sie sind ein Schatz, ein Licht für und in unserer Gemeinde und eine Einladung auch für andere. Gottes Segen begleite Sie und gebe Ihnen  die Kraft für Ihr Tun“, so der Geistliche an die ehrenamtlichen Mitarbeiter.

 Ehrenamtliche sind keine Lückenbüßer für fehlende Hauptamtliche

Auch der Pfarrgemeinderatsvorsitzende Werner Schmitt bedankte sich für die vielfältigen Dienste in der Pfarrei. In einem Witz zeigte er auf, wie wichtig Beziehungen sind. „Beziehungen und Glauben finden in Eurer Arbeit eine konkrete Form. Sie hat mit Liebe, Glaube und Leidenschaft zu tun. Ehrenamtliche sind auch keine Lückenbüßer für fehlende Hauptamtliche, sondern alle Getauften und Gefirmten sind aufgerufen, am Aufbau der Kirche mitzuwirken im Sinne des 2. Vatikanischen Konzils“, sagte Schmitt. Auch die Aussage von Erzbischof Dr. Zolitsch „Der eigentliche Reichtum der Kirche sind die Glaubenden, die die Botschaft des Evangeliums leben und in die Taten des Alltags übersetzen“, könne er nur bestätigen.

 Ehrungen und Verabschiedungen von langjährigen Mitarbeitern

Nachdem im Jubiläumsjahr 2013 viele Personen geehrt worden sind, standen in diesem Jahr nur wenige Ehrungen an: Ruben Rollmann erhielt für 10 Jahre und Michael Pfuhl für mehr als 20 Jahre Ministrantenarbeit eine Urkunde und einen Kino-Gutschein. Ministrant zu sein, ist eine Schule für das Leben, stellte der PGR-Vorsitzende fest. Viele Prominente haben laut eigenen Aussagen mit ihrem Ministrantendienst die Grundlage für ihre späteren Karrieren gelegt.

Schmitt verabschiedete auch die Personen, die aus unterschiedlichen Gründen im letzten Jahr ihren  Dienst aufgegeben haben: Anneliese Ebert für 10 Jahre Mitarbeit im Seniorenteam, Inge Altmann und Verena Wolf-Göb für 10 Jahre, Edith Horn für 19 Jahre, Elfriede Pfuhl für 20 Jahre, Hildegard Stegmann für 30 Jahre und Helga Ostheimer für 38 Jahre Mitarbeit in der Kirchenreinigung. (Leider waren einige der zu Ehrenden aus terminlichen Gründen verhindert.) Ein Zitat von Hermann Gmeiner, dem Gründer der SOS-Kinderdörfer zeige, worauf es ankomme: „Alles Große auf der Welt geschieht nur, weil jemand mehr tut, als er tun muss“, so der PGR-Vorsitzende.

Mit einem Vesper und Freigetränken, sowie Bildern aus dem Pfarreileben wurde das Programm aufgelockert. Bei guten Gesprächen an den Tischen klang der „Dankeschön-Abend“ aus.

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