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Zu diesem beeindruckenden Film von Wim Wenders hatte die Pfarrgemeinde Mömlingen in der Fastenzeit eingeladen. –

Der Papst war in seinen Aussagen provozierend und sooo lebensnah!  So wie sein Namensgeber, der Hl. Franz von Assisi.

Hier einige Aussagen zu folgenden Themen:

-    Arbeit -  bedeutet eine Würde zu besitzen.

-    Armut – Menschen die keine Chance haben

-    Ausbeutung - auch die „Mutter Erde“ wird missbraucht

-    Familie – „Wenn wir unser Leben auf der Überholspur führen, verlieren wir unsere menschlichen Gesten“. Verlust von geistiger und spiritueller und körperlicher Gesundheit. Mehr noch, es ruiniert und zerstört die Familie und somit die Gesellschaft. „Und am siebten Tage ruhte er …“  Sonst bleibt keine Zeit für Zärtlichkeit und Miteinander, das Leben zu genießen. Vertrödeln Sie Zeit mit ihren Kindern? Spielen Sie mit ihren Kindern?

-    Flüchtlinge – Menschen verlassen ihr Land, aufgrund von Krieg, Verfolgung und Hunger. Auf der Suche nach einem besseren Leben. Sie haben schweres Leid erfahren. Ihr habt alles zurückgelassen, was euch lieb und teuer war, und das, ohne zu wissen, was die Zukunft bringen wird. Eine Statistik sagt: Um die 80 Prozent des weltweiten Reichtums liegt in den Händen von weniger aus 20 Prozent der Menschheit. Und das ist eine große Ungleichheit im ökonomischen Gleichgewicht! Integration ist ein schwieriger Prozess. Unterschiede machen immer Angst, aber sie lassen uns wachsen. Es ist keine Lösung, Mauern zu bauen. Das löst gar nichts. Brücken müssen wir bauen, mit Hilfe von Dialog und Integration. Abschottung schadet auf lange Sicht eher dem eigenen Volk.

-    Frauen – Wir müssen die Frauen integrieren, denn eine Welt ohne die Führung den Rat und die Vision von Frauen kann sich nicht weiterentwickeln. Frauen haben einen völlig anderen Blick auf die Dinge wie die Männer.

-    Homosexualität – Wer bin ich, ihn oder sie zu richten? Keiner darf wegen seiner Neigung ausgegrenzt werden, sondern soll vielmehr in die Gesellschaft integriert werden.

-    Jugend – sie ist auf der Suche – selbst wenn sie Fehler machen, sind sie auf der Suche – sie wenden sich ab von dem was ihnen nicht gefällt – wenn junge Menschen Sklaven einer Sucht werden, heißt das, dass es in ihrem Herzen eine Unzufriedenheit gibt.

-    Missbrauch - Kirche darf nicht gleichgültig sein. Gegenüber Pädophilie gilt: Null Toleranz“ Die Schuldigen müssen bestraft werden. Die Bischöfe müssen diejenigen aus ihren Ämtern entheben. Es ist ein Verbrechen, nein, schlimmer! Es lässt die Opfer am Leben, aber es zerstört sie.

-    Reichtum – auch in der Kirche – zeugt davon, dass Jesus dort nicht zu Hause ist.

-    Religionen – Das einzige Band das die ganze Menschheit verbindet ist die Liebe Gottes! Gott sieht mit dem Herzen, und das bezieht sich auf alle Menschen.

-    Umwelt – Wegwerfkultur – Niemand kann sagen: “Ich habe nichts damit zu tun.“ Nein, wir alle sind verantwortlich!“ – Nur durch die Erziehung zu Geschwisterlichkeit, können wir die Wegwerfkultur überwinden. Diese betrifft nicht nur die Nahrungsmittel und Güter, sondern vor allem die Menschen. „Je mächtiger Du bist, je mehr Einfluss Deine Handlungen auf Menschen haben, desto mehr bist Du aufgerufen, demütig zu sein. Denn sonst wird Dich Deine Macht ruinieren und Du wirst andere zerstören.“

-    Waffen – „Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem anderen zu.“ Wir müssen uns fragen lassen, warum tödliche Waffen an diejenigen verkauft werden, die nur planen, Einzelnen und Gesellschaften unsägliches Leid zuzufügen? Leider kennen wir die Antwort: einfach um des Geldes Willen. Geld, das von Blut trieft. Es ist unsere Pflicht, den Waffenhandel zu stoppen.

Im Anschluss an den Film gab es noch eine Diskussionsrunde mit Impulsfragen:

  • mein persönlicher Eindruck vom Film?
  • was hat mich besonders angesprochen?
  • was hat mich betroffen gemacht?
  • was hat mich gefreut?
  • worüber möchte ich noch reden?

Resümee des Filmes:  Er macht betroffen. Er zeugt aber auch von viel Hoffnung. Wir haben viel zu tun! Gemeinsam können wir in den Konflikten, die wir durchleben, ein kleines Lichtzeichen sei. Damit das Licht die Dunkelheit besiegt und nicht umgekehrt.

Mit diesem Film wurde eine Plattform geschaffen, mit deren Hilfe der Papst direkt mit den Zuschauern über alle seine Themen und Anliegen kommunizieren konnte, in dem es nicht bloß um Fragen und Antworten geht, sondern, dass er sozusagen Auge in Auge mit der ganzen Welt sein konnte.

Ohr sein, Zuhören wieder lernen!

Lächeln und unser Herz blüht auf.

 Das Allgemeinwohl im Auge behalten.

 

Ruth Zieres

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