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Bange Blicke richteten sich zum Himmel: "Hält's? Hält's nicht?" - es hielt und die Bittprozession von der Wendelinuskapelle zum Spilgerkreuz konnte mit Begleitung des Musikvereins stattfinden; auf dem Rückweg kamen sogar ein paar Sonnenstrahlen durch.

Zuvor hielt Pfarrer iR Friedbert Simon den Gottesdienst in der Wendelinuskapelle. Es sei, so sagte er, eine gute Tradition, in der Woche um Himmelfahrt Bittprozessionen durchzuführen. Gewiss, heute gebe es Menschen, die den Sinn in Zweifel zögen. Wäre es nicht erfolgversprechender, zu säen, zu düngen oder Erde vorzubereiten? Sicher, ohne harte Arbeit des  Bauern wachse nichts. Aber allein daran liege es auch nicht. Jeder Gärtner wisse, dass Hagel, Blitze, Starkregen oder Ungeziefer leicht in Sekunden alles vernichten könnten, was mit viel Mühe über Wochen zum Wachsen gebracht wurde. "An Gottes Segen ist alles gelegen" - so falsch sei der Spruch nicht. Gleichzeitig solle uns die Bittprozession aber auch dankbar machen - nicht nur für die Früchte der Erde, sondern für jede Arbeit, die jemand für uns oder zum Wohlergehen der Gesellschaft vollbringe. 

Den Gedanken griff Diakon Grimm bei den Texten während der Prozession auf: nachdem zuerst alle (diesmal wirklich alle!) Heilige um Unterstützung angerufen wurden, folgte ein Gebet für verschiedene Berufs- und Gesellschaftsgruppen, denen Erfolg oder Hilfe gewünscht wurde. Am Spilgerkreuz angekommen (Hochachtung dem Musikverein, denn die Messdiener legten ein erhebliches Tempo bergauf vor!) wurde der Wettersegen gebetet. Auch die Sonne freute sich und kämpfte sich hinter den Wolken hervor. Sicherheitshalber betete Diakon Grimm an der Wendelinuskapelle noch einmal den Wettersegen und die Prozession endete mit einem Marienlied.

Ein herzliches Dankeschön Pfarrer Simon, Diakon Grimm, Familie Ackermann für die Technik und das Vorlesen, den Messdienern, Karl und Rita Reichert und natürlich dem Musikverein! 

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